Ein sterbliches Leben, aus einem Gedanken geboren · Oben und unten, alles verbunden · 89 / 102
Liuyaoling · Zwei Welten

Auf zwei Welten verteilt ankommen, der heilige Baum schenkt frühen Frühling. Leise raschelnd huschen Zibetkatzen, geradewegs auf Kirschblütenfalter zu, sie zu ärgern. Seitlicher Blick, Wind sanft, Schnee weit; im Sitzen vergessen, klares Licht tief. Die Menschenwelt läuft mit Botschaften umher; am Ende vergeuden all die Gedanken an die Welt der Wandernden nur Kraft.
Sehnlich hoffen, dass der blaue Luan hereinfliegt; sich zur Ruhe setzen, in den Himmelstempel zurückkehren. Genug von der Unbeständigkeit der vier Jahreszeiten gesehen, frei nach dem Licht des Herzens. Aufrecht weißen Tee mit feinen Blättern nippen, die Rauchwindungen des Brenners abschirmen. Ach, den Weg üben, ohne Planen und Berechnen, nur berauscht sein vom Schönen in dieser guten Stunde.
Erläuterung——
Leises Rascheln [xī sū]: ein feines, geringes Geräusch.
Geistkatze: Zibetkatze, katzenähnlich, aber keine Katze; älter als die Familie der Katzen.
Ye fu: Ausrufpartikel.
*Dieser Text ist ein Originalwerk. Bei einer Weiterveröffentlichung ist Guang Zhi Shiyi als ursprüngliche Urheberin anzugeben. Jede entdeckte Rechtsverletzung wird rechtlich verfolgt. Ergänzend: Das begleitende Bild stammt aus dem Internet. Das Urheberrecht am Originalbild liegt bei Mian Lang.