Ein sterbliches Leben, aus einem Gedanken geboren · Von Natur aus eigensinnig und töricht · 62 / 102
Zhexianyuan · Himmelsbestimmung

Die blaue Lampe hat das einsame Herz noch nicht ausgebrannt; es in kühlen Wind versetzen, den Geist zu wecken. Alles Aufblühen und Vergehen der weltlichen Pracht durchschritten, schräg treibt das Seelenleben auf und ab.
Hier sein, kein Trug und doch wie Trug; der stete Wunsch tausendfach, zehntausendfach wahr. Nachtregen schwindet im Schlaftraum, Gedankenfäden schleppen Krankheit benommen weiter.
Erläuterung——
Schräg [qī xié]: geneigt.
Steter Wunsch: gewohnte Lebensabsicht.
Schwinden: nachlassen.
Schwebender Faden: Sinnbild für Gedanken.
Sich krank aufraffen: trotz Krankheit mit Mühe handeln.
*Dieser Text ist ein Originalwerk. Bei einer Weiterveröffentlichung ist Guang Zhi Shiyi als ursprüngliche Urheberin anzugeben. Jede entdeckte Rechtsverletzung wird rechtlich verfolgt. Ergänzend: Das begleitende Bild stammt aus dem Internet. Das Urheberrecht am Originalbild liegt bei He Hewu.