Ein sterbliches Leben, aus einem Gedanken geboren · Von Natur aus eigensinnig und töricht · 70 / 102
Qiuji · Nicht senden wollen und spätere Verabredung verfehlen

Bergfarben leer und neblig, Wind und Rauch in kalte Augen gegossen, Ärmel flattern herab. Sieh nur die Flüsse, Jing und Wei deutlich getrennt; weißt du nur, dass jedes Jahr verkümmert? Nach vielen Jahren liegt das Tigerschießen wohl fern zurück. Welches genügt! Dem Rechten folgen, aus vielen fernen Leben kommen, noch immer empfangen müssen.
Graue Klippen dunkel, alles vor den Augen trüb, Pflanzen rascheln, eine Xiao spielt lange. Seufzen zum hohen Himmel, an fliegende Vögel denken; im blauen Fernraum landen, falsch zurückblicken. Frag nicht, warum der Mensch noch magerer ist. Sprich nicht von Ohnmacht, begehre nicht die drängende Menschenwelt. Ich bin von Natur aus kühl und lieblos, ein halbes Leben mit Abschlag.
*Dieser Text ist ein Originalwerk. Bei einer Weiterveröffentlichung ist Guang Zhi Shiyi als ursprüngliche Urheberin anzugeben. Jede entdeckte Rechtsverletzung wird rechtlich verfolgt. Ergänzend: Das begleitende Bild stammt aus dem Internet. Das Urheberrecht am Originalbild liegt bei Ibuki Satsuki.