← Ein sterbliches Leben, aus einem Gedanken geboren
Inhalt

Ein sterbliches Leben, aus einem Gedanken geboren · Von Natur aus eigensinnig und töricht · 51 / 102

Tanchunman · Saxaul

Tanchunman · Saxaul · Illustration

Ein halbes Blatt Lebenslauf, eine Wolke Weindunst, vermischt mit klarer kalter Landschaft. Rinder und Schafe jenseits der Grenze, die sinkende Sonne beim Altern ansehen; nur die Freude von gestern. Träge und müde am Traufenzahn liegen, bloße Füße dagegen, allein in seiner Stille. Mag die Welt ihre Ströme teilen, morgen bleibt es doch ein Schnurbaumtraum.

Tadle nicht, dass die Winterblüte früh verwelkt: Hungrige Vögel haben alles abgepickt, das ist nun einmal ihre Natur. Das lange Lied der Ewigkeit, von heute aus betrachtet, seinen wahren Reiz noch nie genossen und nachgesungen. Wieder auf den Frühling des nächsten Jahres hoffen, einzig die vergebliche Todesanstrengung fürchten. Was dann? Dann eben die vier Meere neu ordnen!

Erläuterung——

Saxaul: eine auf Sand wachsende Pflanze, die den Sand befestigt.
Traufenzahn: der wie ein Zahn hochgebogene Teil eines Dachrands.
Schnurbaumtraum: siehe »Traum von Huai'an«; Sinnbild dafür, dass das Leben einem Traum gleicht und Wohlstand und Rang unbeständig sind.

*Dieser Text ist ein Originalwerk. Bei einer Weiterveröffentlichung ist Guang Zhi Shiyi als ursprüngliche Urheberin anzugeben. Jede entdeckte Rechtsverletzung wird rechtlich verfolgt. Ergänzend: Das begleitende Bild stammt aus dem Internet. Das Urheberrecht am Originalbild liegt bei Ibuki Satsuki.