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Ein sterbliches Leben, aus einem Gedanken geboren · Von Natur aus eigensinnig und töricht · 52 / 102

Shuangruilian · Halb verstanden

Shuangruilian · Halb verstanden · Illustration

Schönwetterfäden schweben am Ärmelschoner; der Sinn still, scheut kalten Rauch, das müßige Herz noch wach. Lotus nickt, zwei Blüten an einem Stängel schaukeln schamhaft ihre Schatten. Doch kühle Gedanken hängen an etwas; die schwere Vergangenheit nicht ansehen können. Mit dem Schwert zum Abschied winken, Weidenflaum tanzt im Kreis, der Morgenhahn improvisiert.

Längst vergessen, dass Jahre grenzenlos sind; fern geworden und Wasserruhe, Nachtwache wie Nachtwache. Mögen es Flügel an Flügel fliegende Vögel sein, schöne Zeiten und Verwöhntheit werden vergeudet. Besonders den warmen Wind im Gesicht lieben; wehmütig fortschauen, das nächste Leben unbestimmt. Grüne Lotusschirme bewegen sich, Abendgeflüster, der Pavillon kalt.

Erläuterung——

Schönwetterfäden: von Insekten abgesonderte Fäden, die frei in der Luft schweben.
Ärmelschoner: Überzug zum Schutz der Ärmel.
Kreisend tanzen [huí wǔ]: sich drehend fliegen.
Wache um Wache: eine Nachtwache nach der anderen.
Jianjian [jiān jiān]: die paarweise mit vereinten Flügeln fliegenden Vögel.
Üppige Pracht: schöne Lebenszeit.
Grüner Schirm: Lotusblatt.

*Dieser Text ist ein Originalwerk. Bei einer Weiterveröffentlichung ist Guang Zhi Shiyi als ursprüngliche Urheberin anzugeben. Jede entdeckte Rechtsverletzung wird rechtlich verfolgt. Ergänzend: Das begleitende Bild stammt aus dem Internet. Das Urheberrecht am Originalbild liegt bei He Hewu.