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Ein sterbliches Leben, aus einem Gedanken geboren · Von Natur aus eigensinnig und töricht · 10 / 102

Wangyuanxing · Mit halbem Flügel fliegen

Wangyuanxing · Mit halbem Flügel fliegen · Illustration

Schneesturm im Tianshan, ein Schleier dünner Kälte; mit halbem Flügel kaum nach Ost und West zu blicken. Die Reise weit, Schatten nachschleichen und Spuren verlieren; von der Seite Pferde wiehern und Menschen rückwärts stürzen sehen. Sanfte Worte, vertraute Nähe; der Wind strafft sich, verborgener Duft wärmt, beim Blickwechsel donnernde Weite. Ihn begleiten und Abschied nehmen von der Pracht.

Keine Lösung. Nach der Niederlage die grünen Berge mit beiden Händen überlassen; ganz heruntergekommen den prächtigen Pelz lösen. Genug Nebel, zerbrochene Stele, kaltes Licht ohne Zügel; die Unterwelt wallt auf und schwillt rasend an. Das wandernde Leben wiederholt sich, weiße Wildnis; zum Glück einen leidenschaftlich Liebenden zum Anlehnen. Ein fester Schwur bleibt durch die Jahrtausende, ein unvergleichlicher Klang an den Xiaohan-Pässen.

Erläuterung——

Gou [gòu]: alte Schreibweise des Wortes für »genug«.
Xiaohan [xiáo hán]: gefährliche, schwer zugängliche Gebirgspässe.

*Dieser Text ist ein Originalwerk. Bei einer Weiterveröffentlichung ist Guang Zhi Shiyi als ursprüngliche Urheberin anzugeben. Jede entdeckte Rechtsverletzung wird rechtlich verfolgt. Ergänzend: Das begleitende Bild stammt aus dem Internet; die Rechte liegen bei Ibuki Satsuki als ursprünglichem Autor des Bildes.