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Ein sterbliches Leben, aus einem Gedanken geboren · Oben und unten, alles verbunden · 71 / 102

Faqu Xian Xianyin · Leere sehen

Faqu Xian Xianyin · Leere sehen · Illustration

Keine weitere Herzensmühe, nichts hören, nichts sehen; helle Finger berühren die Saiten und lassen sie beben. Ein halbes Leben umhergetrieben, Räucherduft am Kissen ausgebrannt; eine Taube fliegt in die Abgeschlossenheit. Ach, ach, ach; nachdem man die Menschen verlassen hat, wer kennt noch den Nachklang im Lied?

Hundertmal innehalten, wirre Saiten trennen, Töne ordnen und stimmen. Herzensgedanken rein, Augen auf, Bachrauschen nah. Augen schließen, den Staub des Winds streifen; die Schranke der Liebe brechen, Orchideenschmuck schaukelt und bebt. Tränen haben Wärme und Kühle; rote Briefbögen ärgern, Traumgeschehen aushalten, zügeln. Wieder durch das leere Haus gehen, dem Mond gegenüber lockt ein Unsterblichkeitsfalter.

Erläuterung——

Menschen verlassen: sich von den Menschen entfernen.
Renren: nicht ertragen können; erdulden, sich zurückhalten.

*Dieser Text ist ein Originalwerk. Bei einer Weiterveröffentlichung ist Guang Zhi Shiyi als ursprüngliche Urheberin anzugeben. Jede entdeckte Rechtsverletzung wird rechtlich verfolgt. Ergänzend: Das begleitende Bild stammt aus dem Internet. Das Urheberrecht am Originalbild liegt bei Ibuki Satsuki.