Ein sterbliches Leben, aus einem Gedanken geboren · Von Natur aus eigensinnig und töricht · 01 / 102
Jiangchengzi · Traumgemurmel

Der Wasserpavillon wie einst, Frühlingslaute zerbrechen; auf Heimkehr hoffen, das Ruder quer heben. Nach tausend Li begegnet, ist ein Wiedersehen kaum noch möglich. Dein Herz zart skizzieren, Schnee aus fliegendem Weidenflaum; auf die Blütenbotschaft warten, Wind im schmalen Gang.
In der fünften Nachtwache schweben Schritte, Rauch und Mond verschwimmen; Nebel über Nebel, Wege hinter Wegen. Vergangenem nicht nachjagen; jung saßen wir und spielten Sheng. Nicht bereuen, wellenleicht zu gehen und Traumworte zu hören; deine Gunst war kurz und hat ein Leben verfehlt.
Erläuterung——
Blütenbotschaft: Nachricht vom Aufblühen, auch die Blütezeit; im weiteren Sinn die Jugend einer Frau um die zwanzig.
Wellenleicht: beschreibt leichte, schwebende Schritte einer Frau, als ginge sie über Wasserwellen.
*Dieser Text ist ein Originalwerk. Bei einer Weiterveröffentlichung ist Guang Zhi Shiyi als ursprüngliche Urheberin anzugeben. Jede entdeckte Rechtsverletzung wird rechtlich verfolgt. Ergänzend: Das begleitende Bild stammt aus dem Internet. Das Urheberrecht am Originalbild liegt bei He Hewu.