Ein sterbliches Leben, aus einem Gedanken geboren · Von Natur aus eigensinnig und töricht · 22 / 102
Mingyue Zhurenlai · Der verbannte Unsterbliche

Klarer Glanz schwer und feierlich, Windfäden verborgen und kalt; der Heimweg stirbt, in den neun Weltgegenden die Gestalt verbergen. Gleichmut am Shen-Meer, die Flöte verströmt edle Hymnen. Der Pfau schließt seinen Fächer, Stille.
Fliegender Flaum, leere Dunstigkeit, Groll und schmerzhaft gebundene Liebe. Drei Leben vorbei, so steht es um den Knoten im Herzen. Betrübt, schmal und verwelkt; in jener Nacht die Menschenwelt begreifen. Besser als auf Wolken zu reiten und Erleuchtung über den Scheitel zu empfangen.
Erläuterung——
Die Gestalt verbergen: Form und Schatten verstecken, also zurückgezogen leben.
Neun Weltgegenden [jiǔ gāi]: das Gebiet von der Mitte bis zu den acht äußersten Richtungen.
Shen-Meer: ein Ort in alten Mythen der Han. Dongfang Shuo schrieb in der Han-Zeit im Vorwort zum »Bericht über die zehn Kontinente«: »Einst folgte ich meinem Meister auf seinen Wanderungen bis nach Zhuling, Fusang, zum Shen-Meer und zum Hügel der dunklen Nacht, zum Hügel des reinen Yang, unter das erste Grün und zur Tiefe des Mondpalastes.«
*Dieser Text ist ein Originalwerk. Bei einer Weiterveröffentlichung ist Guang Zhi Shiyi als ursprüngliche Urheberin anzugeben. Jede entdeckte Rechtsverletzung wird rechtlich verfolgt. Ergänzend: Das begleitende Bild stammt aus dem Internet. Das Urheberrecht am Originalbild liegt bei Ibuki Satsuki.