Ein sterbliches Leben, aus einem Gedanken geboren · Von Natur aus eigensinnig und töricht · 53 / 102
Qingbeiling · Freude finden

Jahre in einem Fingerschnippen, ohne Absicht einen Spielstein setzen; liegend die fließenden Trugbilder auf dem bemalten Schirm ansehen. An langen Frühlingstagen Tee kochen und Pflanzen beschneiden; Adlerholzduft steigt auf und trübt die Augen.
Die kleinste Saite anschlagen, ein klares Lied seufzt; den Becher halten, nach Ferne von der Menschenwelt verlangen. Der kühle Mond bescheint halb den Blütenregen, Tinte an der Hand erhellt das innige Herz.
Erläuterung——
Langer Tag: Frühlingstag.
Sinkendes Holz: Adlerholz.
Kleinste Saite: die vierte Saite der Pipa, stellvertretend für die Pipa.
Kühle Kröte: der Mond.
Weit und dünn: distanziert, fern.
Roter Regen: wie Regen fallende Blüten.
*Dieser Text ist ein Originalwerk. Bei einer Weiterveröffentlichung ist Guang Zhi Shiyi als ursprüngliche Urheberin anzugeben. Jede entdeckte Rechtsverletzung wird rechtlich verfolgt. Ergänzend: Das begleitende Bild stammt aus dem Internet. Das Urheberrecht am Originalbild liegt bei He Hewu.