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Noch ohne Titel · 29 / 30

Wo ich bin

Wo ich bin · Illustration

Dieselben Straßen,derselbe Menschenstrom.

Ich möchte nicht mehr weitergehen,auch nicht warten,nicht verweilen.

Diese zerrissenen Persönlichkeiten,bitte fügt euch langsam zusammen,stört nicht das Rauschen des Windes,weckt auch den Tag nicht auf.

Lasst mich Abschied nehmenvon diesem verfluchten Rest übermäßigen Verlangens,die lange Nachtzu einem kleinen Boot der Heimkehr falten,mich, immer wieder hinabgesunken,an die Zeit nach Tagesanbruch zurückgeben.

Nicht mehr fragen, wer wem etwas schuldet,nicht mehr nach Gründen für das Bedauern suchen.Wenn der Wind vorbeizieht,lasse ich meinen Namen los.

Diese aufgebrochenen Stellensind also keine Narben,sondern Ausgänge, die mir vorübergehend wuchsen,um weiterzuleben.

Fragt mich jemand, wo ich bin,werde ich wohl nicht sagen:Ich bin gerettet.

Ich lebe nur still,wie Wind über einen Hügel zieht,wie Mondlicht eine Sandbank überflutet,sehe Wolken kommen und gehen,höre die Jahre lang dahinfließen.

Ich habe gelernt, bei mir selbst zu bleiben,auch gelernt,alles anzunehmen.

Noch weiter draußenist noch ein Ich,steht außerhalb des Weges hierherund ist längst auf ferner Reise.