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Noch ohne Titel · 15 / 30

Lobgesang auf den Tod

Lobgesang auf den Tod · Illustration

Eines Tageswerde ich sterben,wirst du sterben.

Ja,wir werden alle sterben.

Zu Nachglanz zerstreuen,in Stille fallen,zuletzt verschwinden.

Anfang und Ende des Sternenrings verbinden sich,Krummes und Gerades verweben sich,die Seele ist herausgelaufen.

Sieh dorthin,Sterne werden zu Staubkörnern,durch das Nichts wandernde——Bahnen.

Unzählige Lebewesen weinen,heulen über das Verlassen der Zivilisation,summen leise absurde——Chroniken.

In der Dunkelheit der Polarnacht,im Gebet der Morgendämmerung,im falschen Friedensind wir alle…suchen im Nebel der Trugbildereinen Faden unsterblicher Lebenskraft.

Alle Liebe und aller Hass werden vergehen,alle Freude und alles Leid werden leer.Wenn du Leben und Tod überschreiten kannst,kannst du dich selbst finden.Kennst du das Ende,warum dann den Anfang fürchten?Mach ein wenig Platz——die Seelen zerstieben und fliegen davon.

Möge ich mit menschenähnlichem Denken,über Jahre unvermindert,in die Welt zurückkehren.