Noch ohne Titel · 08 / 30
Januarsequenz

Eine Brise streift leicht meine Haarspitzen,die Januarsonneist warm.Reisende ziehen in Zweier- und Dreiergruppen vorbei,die Januarblättersind noch grün.Die Temperatur nach der Kleinen Kälteist genau richtig.Der Puls nach dem Kontrollverlustist ruhig und gleichmäßig.
Die tanzenden Feuerzungenbringen auch keine Gluthitze,das kochende Blutist langsam ausgeflossen.Der verschwommene Rauchempfindet gerade das Empfinden.
Ein Abschnitt endet.
Das Erste ist Berühren,das Zweite ist Abschied,das Dritte ist Schweigen.
Das Geheimnis unter dem Flusswasserbrennt, atmet,bringt wieder… die Sequenz… durcheinander,fängt wieder… den Durst… ein,spielt wieder… das Zerbrechen… aus.
Ich bin die Mutter des Lichtsund auch das Kind der Dunkelheit,ich bin das Übersehen der Grenzlinie zwischen Leben und Todund auch der Farbunterschied der Parallelen von Liebe und Hass,ich bin ein Bruchstück eines zerfallenen Planetenund auch die Last einer Eintagsfliege im staubkleinen All.Ich bin wahnsinnige Freudeund auch schwerelose Bedrückung;der daraus entfesselte Sturmwird alles von allem von allem auslöschen.
Hinlegen,die Musik so laut wie möglich spielen;sich verschließen,an das Glück längst vergangener Dinge denken.
Das Wetter wird allmählich besser,das Autofenster ist klar und sauber wie immer.Also, Rückkehr,wie gewohnt, wohlgeordnet.